Willkommen auf der Homepage der

Hermann-Butzer Schule


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Bilingualer Unterricht

Warum?

  • Englisch ist eine Schlüsselqualifikation.
  • positive Erfahrungen in der Grundschule
  • kommt Schüler/innen mit Migrationshintergrund entgegen
  • hohe Motivation der Lehrer/innen, das neue Konzept auszuprobieren

Wie?

  • beginnend ab Klasse 5
  • Module in unterschiedlichen Fächern (siehe Jahresplan)
  • Dokumentation des individuellen Lernfortschritts im Portfolio
  • Aufbau von fremdsprachlichen Ritualen
  • Aufbau einer Comenius-Partnerschaft mit einer Schule im Ausland

Wozu?

  • erhöht die sprachliche Kompetenz der Schüler/innen
  • weckt Verständnis für die kulturellen Traditionen anderer Länder
  • verbessert die Ausbildungs- und Berufschancen
  • Erwerb des Cambridge Certificate

Was?

  • Englisch als Unterrichtssprache  in verschiedenen Sachfächern
  • Erprobung mit wissenschaftlicher Begleitung durch die PH Ludwigsburg

Kurzbeschreibung

 

Bilingualer Unterricht

(CLIL : Content and Language Integrated Learning))

 

Das bilinguale Lehren und Lernen ist sowohl für Lehrer/innen als auch Schüler/innen ein anspruchsvolles, aber auch gewinnbringendes Unterfangen.

In unserer globalisierten Welt ist Englisch die grundlegende Kommunikationssprache, in vielen Berufen werden gute Kenntnisse in Wort und Schrift vorausgesetzt.

Der bilinguale Unterricht

-         befähigt die Schüler/innen, auch komplexere Sachverhalte in englischer Sprache zu verstehen 

      -     stärkt die Fähigkeit, frei und themenbezogen zu sprechen

-         weckt Verständnis für kulturelle Traditionen anderer Länder

-         verbessert die Berufschancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt

-         erleichtert den Übergang auf weiterführende Schulen (gymnasiale Oberstufe, Berufskolleg)

 

Häufig entwickeln diese Schüler/innen eine größere Lernbereitschaft als andere und erreichen auch in weiteren Fächern positivere Ergebnisse.

 

Bilingualer Englischunterricht an einer Hauptschule, das ist bisher nicht üblich und scheint sicherlich für viele ein gewagtes  Unterfangen. Wir sehen darin eine Chance, vorhandene Kompetenzen unserer Schüler/innen zu nutzen und auszubauen. Viele unserer Schüler haben einen Migrationshintergrund, d.h. sie sind es gewohnt, zwischen zwei Sprachen hin und her zu springen. Sie haben in ihrer Vergangenheit grundlegende Sprachkompetenzen erworben, welche sie in ihrem Alltag in der Muttersprache und dem Deutschen anwenden. Dieses Potential gilt es zu nutzen, jedoch ist der herkömmliche Englischunterricht dafür nur bedingt geeignet, da dort zu sehr das vom Alltag abgekoppelte Erlernen der Fremdsprache im Vordergrund steht und somit an Bedeutung verliert.

Aber auch für Kinder, die einsprachig Deutsch aufgewachsen sind, bietet der bilinguale Unterricht die Möglichkeit, sich weit über das Normalmaß hinaus zu qualifizieren und sich beim Einstieg ins Berufsleben von anderen deutlich abzuheben.

 

Das Schwieberdinger Modell

Unser Vorhaben ist einzigartig und innovativ, es unterscheidet sich von klassischen bilingualen Profilen. Wir beginnen bereits in Klasse 5 und die konkrete Umsetzung sieht vor, modular zu arbeiten, das bedeutet, dass geeignete Unterrichtseinheiten in nahezu allen Fächern umschichtig auf Englisch unterrichtet werden. So bieten wir ein sehr breites Spektrum an und verhindern eine Überfrachtung zulasten eines Sachfaches. Jedoch bleibt der eigentliche bilinguale Kerngedanke erhalten, nämlich Sachinhalte fundiert auf Englisch zu unterrichten. Wir begnügen uns nicht damit, Fächer und Inhalte einzubeziehen, die seither im Bereich der Landeskunde bereits abgedeckt werden konnten, sondern wählen ganz bewusst auch die natur- und sozialwissenschaftlichen Fächer aus. Mit der geeigneten Methode trauen wir dies unseren Schülern durchaus zu.

 

Momentan unterrichten an der Hermann-Butzer Schule 3 ausgebildete Europalehrerinnen und 3 Kolleginnen, die Englisch und ein weiteres Fach studiert haben und während zahlreicher Auslandaufenthalte ihre Sprachkompetenz erweitert haben.

Eine Ausweitung des bilingualen Konzeptes auf alle Klassenstufen ist personell abgesichert. Die Motivation im Kollegium ist groß und ruht auf einer breiten Basis der Zustimmung.

  

An der Hemann-Butzer Schule wird seit nunmehr 4 Jahren an diesem Konzept gearbeitet und es wurde mittlerweile ein Netzwerk von Unterstützungssystemen aufgebaut, so dass wir im September 2009 beginnnen konnten.

Dr. Götz Schwab von der Päd. Hochschule in Ludwigsburg begleitet uns wissenschaftlich und unterstützt uns bei der Evaluation.

Ein Schulbuchverlag arbeitet mit uns zusammen und möchte die von uns erarbeiteten Materialien verlegen.

Das Seminar in Sindelfingen wird uns dahingehend unterstützen, dass wir vorzugsweise Europalehramtsanwärter/innen zugewiesen bekommen.

Die Metropolitan University in Manchester ist seit langem unser Partner in einem Austauschprogramm für Referendare.

 

Wir versprechen uns davon auch eine bessere Vorbereitung auf die neuen Abschlussprüfungen im Fach Englisch. Die neue Form, insbesondere die dezentrale Prüfung verlangt eine hohe Sprachkompetenz der Schüler. Unserer Meinung nach reichen die wenigen regulären Englischstunden nicht aus, um die Schüler auf ein angemessenes Niveau zu führen. Der bilinguale Unterricht kommt dem Bildungsplan der Werkrealschule entgegen, indem er die Schüler auf ein deutlich höheres, mittleres Sprachniveau führt. CLIL ist eine Chance, bessere Prüfungsergebnisse und bessere Zukunftschancen zu erzielen.

 

Erstes Fazit nach einem Jahr der Erprobung

Das modulare System hat sich als gewinnbringend erwiesen und wird beibehalten werden.

Die Resonanz aller Beteiligten (Lehrer, Eltern, Schüler) ist positiv. Der Schlüssel zum Erfolg ist die richtige Methode, welche unserer Zielgruppe angepasst sein muss. Die didaktische Reduktion erfolgt in der Stundenplanung sorgfältiger und durchdachter als im deutschsprachigen Sachunterricht. Häufig haben die Schüler einen leichteren Zugang zu Inhalten, da vielfältiges Anschauungsmaterial als Dekodierungshilfen fungiert.

 

Folgendes planen wir für die Zukunft :

Unsere Schüler sollen das Cambridge Sprachenzertifikat auf PET-  oder KET – Niveau ablegen können und haben somit ein anerkanntes und hochwertiges Zertifikat in ihren Bewerbungsmappen, welche sie von anderen Schülern abheben.

 

Unsere Schule will sich eine Partnerschule in Großbritannien suchen und einen regelmäßig stattfindenden Schüleraustausch planen.

 

Unsere Schule könnte Kompetenzzentrum der Lehrerfortbildung werden, Hospitationen und Kurse anbieten.

 

 

Schwieberdingen, November 2010

Ilse Riedl, Rektorin

 

 

 

                                     Klassenplan BLL Kl.5